Agaricus bisporus, der ganz normale leckere Champignon, zeigte in einer im Jahr 2009 durchgeführten wissenschaftlichen Studie an mehr als 1000 Frauen, dass er das Enzym Aromatase ausbremsen kann, also als pflanzlicher Aromatasehemmer wirkt. Dieses kann das in fetthaltigem Körpergewebe vorhandene Östrogen reduzieren: Das Geschlechtshormon kann bei entsprechend veranlagten postmenopausalen Frauen Brustkrebs auslösen. Frauen, die täglich die frischen Pilze konsumierten, erkrankten zu 64 Prozent weniger an Brustkrebs als eine Kontrollgruppe. Wenn sie auch noch grünen Tee tranken, reduzierte sich das Erkrankungsrisiko sogar um fast 90 Prozent. [Zhang M, Huang J, Xie X, Holman CD. Dietary intakes of mushrooms and green tea combine to reduce the risk of breast cancer in Chinese women. Int J Cancer. 2009 Mar 15;124(6):1404-8.] Jahre zuvor zeigten bereits unterschiedliche Tierexperimente am City of Hope National Medical Center, dass der unschuldige Speisepilz ein vielversprechendes Anti-Krebs-Potenzial bei Brust- und Prostatatumoren hat. [Adams LS, Chen S. Phytochemicals for breast cancer prevention by targeting aromatase. Front Biosci. 2009 Jan 1;14:3846-63.]
Da die Pilze winzige Spuren von (natürlichen) Toxinen enthalten können, sollten sie bei so regelmäßigem Konsum leicht gedünstet oder angebraten werden und natürlich aus biologischem Anbau stammen, da sie sich auch stark mit Agrargiften anreichern können.
PS: Klar ohne eine insgesamt gesunde und abwechslungsreiche Ernährung nutzen einem die besten Pilzgerichte nichts!
Dienstag, 7. Juni 2011
Montag, 18. Oktober 2010
Ha(a)re Ha(a)re
Das Thema hatte ich hier ja schon mal zu packen.
Momentan fallen mir - wohl hormonbedingt - sehr viele Haare aus, aber so was von!
Ich bin den ganzen Tag nur noch am sammeln und wegsaugen. Es nervt extremst. Die liegen im ganzen Haus, selbst die Küche ist voll davon. Da hilft nicht einmal mehr zusammenbinden.
Und jetzt soll ich meiner armen Kopfhaut auch noch die stinkende belastende Färberei zumuten?! Schon wieder?! Ich glaube ich lasse es.
Ich mag mich ja mit schwarzen Haaren, sah immer so aus. Da wird das Grau eine echte Umstellung.
Aber wichtiger ist mir erstmal diesen Haarausfall in den Griff zu kriegen. Es wächst zwar immer wieder nach wie Unkraut, aber ich finde es lästig, wenn an mir - egal wo ich bin - immer irgendwo Haare hängen. Selbst während ich diesen Post schreibe, rieseln sie herunter und sammeln sich um den Stuhl herum. Bei der Post vor dem Tresen fallen sie dort rauf. Ich fege sie ganz schnell runter bevor es noch jemand sieht. Oder beim Kaufmann zwischen Portemonnaie und Hand: Haare!!! Haare!!! Haare!!! Lang wie Lametta. Und dunkel! Sie fallen sofort auf.
Weiß jemand einen Rat wie ich diesen Zustand auf ein normales Maß reduzieren kann? Oder gibt sich das von alleine?
Momentan fallen mir - wohl hormonbedingt - sehr viele Haare aus, aber so was von!
Ich bin den ganzen Tag nur noch am sammeln und wegsaugen. Es nervt extremst. Die liegen im ganzen Haus, selbst die Küche ist voll davon. Da hilft nicht einmal mehr zusammenbinden.
Und jetzt soll ich meiner armen Kopfhaut auch noch die stinkende belastende Färberei zumuten?! Schon wieder?! Ich glaube ich lasse es.
Ich mag mich ja mit schwarzen Haaren, sah immer so aus. Da wird das Grau eine echte Umstellung.
Aber wichtiger ist mir erstmal diesen Haarausfall in den Griff zu kriegen. Es wächst zwar immer wieder nach wie Unkraut, aber ich finde es lästig, wenn an mir - egal wo ich bin - immer irgendwo Haare hängen. Selbst während ich diesen Post schreibe, rieseln sie herunter und sammeln sich um den Stuhl herum. Bei der Post vor dem Tresen fallen sie dort rauf. Ich fege sie ganz schnell runter bevor es noch jemand sieht. Oder beim Kaufmann zwischen Portemonnaie und Hand: Haare!!! Haare!!! Haare!!! Lang wie Lametta. Und dunkel! Sie fallen sofort auf.
Weiß jemand einen Rat wie ich diesen Zustand auf ein normales Maß reduzieren kann? Oder gibt sich das von alleine?
Mittwoch, 15. September 2010
Mit Lavendelölkapseln und Kräutertees entspannter leben
Ich habe heute einen lesenswerten Blogeintrag der norddeutschen Kräuterfachfrau Gabriele Meier mit Gedanken zum "Schimpfwort" Wechseljahre gefunden und tollen Rezepten für Tee und Energiekugeln, Pflanzenschwestern-für-die-Menopause, wirklich gut geschrieben.
Ansonsten gehen mir selbst die Stimmungsschwankungen und das nächtliche Wach-Wälzen so auf die Nerven (das eine bedingt wohl das andere, was für ein Teufelskreis!), dass ich seit fast drei Wochen die apothekenpflichtigen Lavendeöllkapseln Lasea nehme, sie sollen laut Hersteller allerdings ab 10 Wochen ihre beste Wirkung entfalten. Sie können gegen Angststörungen verschrieben werden, die "Nebenwirkung" verbesserter/tieferer Schlaf wird mittlerweile in der Laienpresse beworben. Ich werde über meinen Selbstversuch berichten.
Ansonsten gehen mir selbst die Stimmungsschwankungen und das nächtliche Wach-Wälzen so auf die Nerven (das eine bedingt wohl das andere, was für ein Teufelskreis!), dass ich seit fast drei Wochen die apothekenpflichtigen Lavendeöllkapseln Lasea nehme, sie sollen laut Hersteller allerdings ab 10 Wochen ihre beste Wirkung entfalten. Sie können gegen Angststörungen verschrieben werden, die "Nebenwirkung" verbesserter/tieferer Schlaf wird mittlerweile in der Laienpresse beworben. Ich werde über meinen Selbstversuch berichten.
Dienstag, 24. August 2010
Die Plage mit dem Altern...
Lange nichts geschrieben heisst immer es geht mir gut und ich habe den letzten Wandel gut integriert. Nun geht´s wohl weiter mit dem nächsten Zeugses - Fersensporn. Das kennen, wie ich jetzt gehört habe, viele Frauen in meinem Alter. Zitat vom Orthopäden gestern als er die Röntgenbilder meines Fusses angesehen hat: "Ja man sieht deutlich den bereits gealterten Fuß!" Häää??? Ich fühl mich aber gar nicht so und doch spricht mein Körper wieder mal eine andere Sprache. Ob ich mich wohl je daran gewöhnen werde dass mein Inneres sich um viele Jahre jünger fühlt als die äußere Hülle, sprich der Körper??
Und immer wieder ist ein Zyklus dazwischen bei dem ich mehr schwitzen darf als sonst. Nach dem Hausputz bin ich schweißgebadet und kann erst mal duschen gehen bevor ich mich wieder unter die Leute traue.
Meine Schwester meinte ja mal: "Du startest bestimmt mit 60 nochmal durch". Ja, liebes Schwesterlein bis dahin habe ich auch sämtliche Wehwehchens durch und meinen Körper einmal durchwandert :-). Ehrlich, wieso macht man so einen Mist überhaupt mit? Wieso werden wir überhaupt älter als 40?? Also ich könnte echt darauf verzichten noch älter zu werden und eine Plage nach der anderen zu haben.
Fortsetzung folgt..........
Und immer wieder ist ein Zyklus dazwischen bei dem ich mehr schwitzen darf als sonst. Nach dem Hausputz bin ich schweißgebadet und kann erst mal duschen gehen bevor ich mich wieder unter die Leute traue.
Meine Schwester meinte ja mal: "Du startest bestimmt mit 60 nochmal durch". Ja, liebes Schwesterlein bis dahin habe ich auch sämtliche Wehwehchens durch und meinen Körper einmal durchwandert :-). Ehrlich, wieso macht man so einen Mist überhaupt mit? Wieso werden wir überhaupt älter als 40?? Also ich könnte echt darauf verzichten noch älter zu werden und eine Plage nach der anderen zu haben.
Fortsetzung folgt..........
Montag, 29. März 2010
Manchmal lohnt es sich den Arzt zu wechseln
Das was ich und mein ehemaliger Hausarzt für Wechseljahresbeschwerden gehalten haben (s. ein Post tiefer), entpuppt sich nach genauerem Hinsehen eines neuen Arztes größtenteils als Schilddrüsenunterfunktion.
Tja, was soll ich dazu sagen?Hier ein interessanter Link, der die Krankheitssymptome bei Schildrüsenunterfunktion aufzählt, ungefähr 90% treffen auf mich zu. Man könnte es glatt mit Wechseljahresbeschwerden verwechseln.
Mein Tipp, Frau ab 40 sollte sich einen jährlichen Basischeck gönnen, dabei wird so etwas entdeckt. Besonders interessant für Frauen, die wie ich eine Hysterektomie hinter sich gebracht und keinerlei "Kontrollfunktion" in Form von Regelblutungen haben. Da kann dann schnell mal aus einer Schilddrüsenunterfunktion Wechseljahresbeschwerden werden.
Mein Tipp, Frau ab 40 sollte sich einen jährlichen Basischeck gönnen, dabei wird so etwas entdeckt. Besonders interessant für Frauen, die wie ich eine Hysterektomie hinter sich gebracht und keinerlei "Kontrollfunktion" in Form von Regelblutungen haben. Da kann dann schnell mal aus einer Schilddrüsenunterfunktion Wechseljahresbeschwerden werden.
Beste Grüsse
Doris
Samstag, 20. Februar 2010
Frust
Manchmal hab ich sowas von die Nase voll von all diesen Wehwechen. Im Allgemeinen gehe ich auch darüber hinweg. Abfinden kann ich mich bis heute nicht mit den zugenommenen Kilos, mit den Falten und der großporigen Hauthabe ich keine Probleme, aber diese Gewichtszunahme und, im Moment habe ich wieder eine wilde Hormonkarussellphase.
Nichts geht mehr und das seit Weihnachten. Ständig Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Stimmungsschwankungen, Herzschmerzen, tränende Augen und was am Schlimmsten ist, durch die extremen Hormonschwankungen schmerzen Gelenke und alte "Kriegsverletzungen" ganz erheblich. Heute ist wieder so ein Extremtag, an dem ich am liebsten im Bett bleiben würde, Decke übern Kopf und warten das es endlich aufhört. Mein rechter Arm schmerzt, sekündlich ändern sich die Schmerzherde, die rechte Hand kann ich kaum bewegen und was am Schlimmsten ist, diese elendigen Flüssigkeitsansammlungen.
Ich sehe aus, als hätte man mich mit Wasser vollgepumpt. Angeschwollenes Gesicht, positv daran, die Falten verschwinden. Negativ, keine Hose passt mehr. Ich habe einen Umfangszuwachs in kürzester Zeit von bis zu 5! cm.
Mittlerweile habe ich zähneknirschend eine Konfektionsgröße mehr im Schrank hängen als letztes Jahr, aber auch die kneifen in diesen Phasen. Ich überlege schon, ob ich mich diesen Wallewallegewändern von Ulla Popken zuwenden sollte, aber bei 1.56 mtr. sieht das ja aus wie kleine energische Matrone mit Erbsenkopf auf Quadratkörper, mit der im Ernstfall nicht zu spaßen ist und deren Haare auf den Zähnen täglich neu frisiert werden müssen. Und ich hab bis vor 3 Jahren Konfektionsgr. 32/34 getragen!!!! Ich bin mal gespannt, wo ich stehenbleibe.
Aber das Allerschlimmste, mein Frauenarzt geht nicht auf diese Beschwerden ein. Ich bin 46 Jahre alt, habe vor 5 Jahren eine Hysterektomie über mich ergehen lassen müssen und mein Gynäkologe meint, bei mir sei alles im grünen Bereich. Woher will er das wissen, wenn er sich nicht bemüßigt fühlt mal einen Hormonspiegel zu machen? Blödmann die. Ist übrigens eine Frau - ich habe die Erfahrung gemacht, das weibliche Gynäkologen nachlässiger mit ihren Patienten umgehen als männliche.
Durch eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) treten die Wechseljahre ca. 3 Jahre eher ein. So eine Gebärmutterentfernung ist ja erstmal von "Vorteil" wenn man sich so gequält hat wie ich, Schmerzen weg, keine monatlichen Monsterblutungen mehr, aber ganz ehrlich, mittlerweile vermisse ich diese deutlichen Zeichen, denn ich weiß nicht, wie weit ich eigentlich schon bin und wann alles so recht angefangen hat. Weil alles veschwimmt, die Grenzen sind fließend und manchmal weiß ich nicht ob es jetzt irgendeine andere Beschwerde ist oder wieder nur Hormonjumping.
Jetzt hör ich auf, genug gejammert, Augen zu und durch. Aber manchmal muß das raus. Kann sein, das ich morgen schon wieder ganz anders drauf bin, je nachdem welches Hormon dann die Oberhand hat. Heute jedenfalls hab ich mich gar nicht lieb und bin todunglücklich. Also, Ihr Lieben da draussen am Bildschirm mit den selben Beschwerden, Ihr seid nicht allein!
Übrigens, darüber zu schreiben fällt mir sehr schwer. Vielleicht, weil man als über 40jährige schön, schlank, jung, fit und agil zu sein hat und wenn man zugibt das dies nicht wirklich der Fall ist, man zum alten Eisen gezählt wird. Obwohl, hey ich bin ein Kind der 80er! Ist das schon so lange her? Ich fühle mich mental nicht wie 46 sondern wie knapp 30... . ;)
-------
EDIT | Vielen Dank für Eure aufmunternden Worte. Allerdings möchte ich etwas gerade rücken, auch wenn gestern der Eindruck entstand, das alles ganz schlimm ist. Ist es nicht. Es liest sich oftmals dramatischer als es ist, diese Erfahrung habe ich hier im Internet gemacht. Ausserdem muß man natürlich auch die persönlichen Hintergründe ein wenig mehr kennen, um besser beurteilen zu können. Hier also einige persönliche Hintergründe .
Übrigens, gestern war der Tag der Jammerhormone. Das sind die Hormone, die es schaffen, dass man beim Fensterputzen einfach so in Tränen ausbricht. 10 Minuten später ist schon wieder alles vorbei.
Was die Gebärmutterentfernung betrifft, ich war froh, ja ich gebe es zu, als ich sie los war. Ich habe keine Träne hinterher geweint, bis heute nicht. 1 Tag nach der OP flitzte ich schon wieder durch die Gegend, wollte nach Hause und war happy endlich diese massiven Schmerzen losgeworden zu sein. 17 (!) Tage nach der OP habe ich schon längst wieder gearbeitet und unseren Kaltblütern die Hufe ausgekratzt. Da lag meine Bettnachbarin die eher operiert worden war, ebenfalls Hysterektomie, noch im Krankenbett. Sie hat es nicht so verpackt wie ich. Jede Frau ist da anders. Ich gehöre da eher zur mental äußerst robusten Sorte. Das einzige, was mich ärgert, ist die schiefe Narbe, die jetzt quer über meinen Bauch läuft. Da hätte der Arzt sich auch etwas mehr Mühe geben könne. :)))) Ne, endoskopisch ging nicht mehr. Versucht mal Gewebe in Form und Größe eines Blumenkohles endoskopisch zu entfernen. Keine Chance.
Ihr glaubt gar nicht, wie rasend schnell sich Zysten so vergrößern können. Das ist ein Gucken.
Mit den 5 kg ist mir neu, ich dachte das gilt nur kurz nach der OP. Ich trage weit mehr und habe keinerlei Probleme. Ebenso fürchte ich mich nicht vor Inkontinenz. Als Reiterin habe ich keinerlei Probleme mit der Beckenbodenmuskulatur, ganz im Gegenteil. Selbst wenn ich nicht Reiterin wäre, mein regelmäßiges Sportprogramm schützt mich davor.
Das einzige was derzeit fehlt, ist eben die "Kontrollfunktion" über die Monatsblutung. Aber es gibt natürlich noch andere Anzeichen des Körpers, die darauf hinweisen. Im Moment habe ich eine ganz wilde, konfuse körperliche und seelische Phase.
Ich mache viel Sport, das hilft bei mir am Besten. Ich bin ein sehr bewegungsfreudiger Mensch und kann sehr viel über das Laufen, Reiten, Schwimmen und Mountainbiken kompensieren. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass die Wege wieder frei sind um wieder regelmäßig zu sporteln (fehlt mir derzeit sehr).
Ich habe die familiären Anlagen zu Flüssigkeitsansammlungen und das bereits, seit ich 21 bin. Dank Sport habe ich das sehr gut im Griff, alles andere half im übrigen nicht.
Gewichtszunahmen - mal ehrlich, Gr. 32/34 ist auch nicht sonderlich erstrebenswert. Natürlich für mich, die jetzt Gr. 38 trägt eine gewaltige Umstellung, aber ich bin immer noch im grünen Bereich. Man sagt mir sogar, dass ich endlich gesund aussehen würde. Ich hatte vorher eine BMI zwischen 17 und 18. Klapperdürr also.
Meinen Glauben an Frauenärzte habe ich mittlerweile verloren. Ich habe bereits 10 Gynäkologen in meinem Leben durchgehechelt, ich wechsel nicht mehr. Ich geh nur noch zur obligatorischen Alljahresuntersuchung.
Gelenkschmerzen gehören mit zu den Symptomen, wie Hitzewallungen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Gefühlsschwankungen etc. . Ich hatte gestern mal wieder die volle Ladung. Heute ist es schon besser. Das Gelenkschmerzen bei mir besonders heftig ausfallen, liegt daran, dass ich einige schwere Unfälle mit sehr vielen Frakturen in meinem Leben hatte und genau diese lädierten Knochen schmerzen dann. Wie z.B. bei einem Wetterwechsel oder Rheuma.
Meine generelle Einstellung zu den Wechseljahren ist einfach die: Ich gedenke überhaupt nicht in den Lauf der Natur einzugreifen, weder mit Hormonen noch mit sonst irgendetwas. Die Wechseljahre gehören zum Leben dazu wie alles andere auch. "Dank" der Pharmaindustrie und vielen Frauenärzten, die daran verdienen, ist diese natürliche Sache zu einer Krankheit hochstilisiert worden. Ich bin in der Pubertät (die erste grosse hormonelle Umstellung) auch nicht mit irgendwelchen Mitteln vollgepumpt worden. Da hat man's einfach laufen lassen.
Bei mir fallen sie halt manchmal heftig aus. Manchmal weniger heftig. Auch wenn es oft unangenehm ist, ich will diese sehr wichtige Lebensumstellung ganz bewußt miterleben, mit allen Höhen und Tiefen.
Interessant nicht wahr? Ich klinge heute ganz anders als gestern, wie ich es prophezeit habe. Was die Hormone alles so anrichten können und das in ganz kurzen Zeitabständen. Irgendwie faszinierend, was Mutter Natur so auf Lager hat. Zum Abschluss, heute hab ich mich wieder ganz doll lieb, bin glücklich und die jungen Hühner können mich mal :).
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Nichts geht mehr und das seit Weihnachten. Ständig Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen, Stimmungsschwankungen, Herzschmerzen, tränende Augen und was am Schlimmsten ist, durch die extremen Hormonschwankungen schmerzen Gelenke und alte "Kriegsverletzungen" ganz erheblich. Heute ist wieder so ein Extremtag, an dem ich am liebsten im Bett bleiben würde, Decke übern Kopf und warten das es endlich aufhört. Mein rechter Arm schmerzt, sekündlich ändern sich die Schmerzherde, die rechte Hand kann ich kaum bewegen und was am Schlimmsten ist, diese elendigen Flüssigkeitsansammlungen.
Ich sehe aus, als hätte man mich mit Wasser vollgepumpt. Angeschwollenes Gesicht, positv daran, die Falten verschwinden. Negativ, keine Hose passt mehr. Ich habe einen Umfangszuwachs in kürzester Zeit von bis zu 5! cm.
Mittlerweile habe ich zähneknirschend eine Konfektionsgröße mehr im Schrank hängen als letztes Jahr, aber auch die kneifen in diesen Phasen. Ich überlege schon, ob ich mich diesen Wallewallegewändern von Ulla Popken zuwenden sollte, aber bei 1.56 mtr. sieht das ja aus wie kleine energische Matrone mit Erbsenkopf auf Quadratkörper, mit der im Ernstfall nicht zu spaßen ist und deren Haare auf den Zähnen täglich neu frisiert werden müssen. Und ich hab bis vor 3 Jahren Konfektionsgr. 32/34 getragen!!!! Ich bin mal gespannt, wo ich stehenbleibe.
Aber das Allerschlimmste, mein Frauenarzt geht nicht auf diese Beschwerden ein. Ich bin 46 Jahre alt, habe vor 5 Jahren eine Hysterektomie über mich ergehen lassen müssen und mein Gynäkologe meint, bei mir sei alles im grünen Bereich. Woher will er das wissen, wenn er sich nicht bemüßigt fühlt mal einen Hormonspiegel zu machen? Blödmann die. Ist übrigens eine Frau - ich habe die Erfahrung gemacht, das weibliche Gynäkologen nachlässiger mit ihren Patienten umgehen als männliche.
Durch eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) treten die Wechseljahre ca. 3 Jahre eher ein. So eine Gebärmutterentfernung ist ja erstmal von "Vorteil" wenn man sich so gequält hat wie ich, Schmerzen weg, keine monatlichen Monsterblutungen mehr, aber ganz ehrlich, mittlerweile vermisse ich diese deutlichen Zeichen, denn ich weiß nicht, wie weit ich eigentlich schon bin und wann alles so recht angefangen hat. Weil alles veschwimmt, die Grenzen sind fließend und manchmal weiß ich nicht ob es jetzt irgendeine andere Beschwerde ist oder wieder nur Hormonjumping.
Jetzt hör ich auf, genug gejammert, Augen zu und durch. Aber manchmal muß das raus. Kann sein, das ich morgen schon wieder ganz anders drauf bin, je nachdem welches Hormon dann die Oberhand hat. Heute jedenfalls hab ich mich gar nicht lieb und bin todunglücklich. Also, Ihr Lieben da draussen am Bildschirm mit den selben Beschwerden, Ihr seid nicht allein!
Übrigens, darüber zu schreiben fällt mir sehr schwer. Vielleicht, weil man als über 40jährige schön, schlank, jung, fit und agil zu sein hat und wenn man zugibt das dies nicht wirklich der Fall ist, man zum alten Eisen gezählt wird. Obwohl, hey ich bin ein Kind der 80er! Ist das schon so lange her? Ich fühle mich mental nicht wie 46 sondern wie knapp 30... . ;)
-------
EDIT | Vielen Dank für Eure aufmunternden Worte. Allerdings möchte ich etwas gerade rücken, auch wenn gestern der Eindruck entstand, das alles ganz schlimm ist. Ist es nicht. Es liest sich oftmals dramatischer als es ist, diese Erfahrung habe ich hier im Internet gemacht. Ausserdem muß man natürlich auch die persönlichen Hintergründe ein wenig mehr kennen, um besser beurteilen zu können. Hier also einige persönliche Hintergründe .
Übrigens, gestern war der Tag der Jammerhormone. Das sind die Hormone, die es schaffen, dass man beim Fensterputzen einfach so in Tränen ausbricht. 10 Minuten später ist schon wieder alles vorbei.
Was die Gebärmutterentfernung betrifft, ich war froh, ja ich gebe es zu, als ich sie los war. Ich habe keine Träne hinterher geweint, bis heute nicht. 1 Tag nach der OP flitzte ich schon wieder durch die Gegend, wollte nach Hause und war happy endlich diese massiven Schmerzen losgeworden zu sein. 17 (!) Tage nach der OP habe ich schon längst wieder gearbeitet und unseren Kaltblütern die Hufe ausgekratzt. Da lag meine Bettnachbarin die eher operiert worden war, ebenfalls Hysterektomie, noch im Krankenbett. Sie hat es nicht so verpackt wie ich. Jede Frau ist da anders. Ich gehöre da eher zur mental äußerst robusten Sorte. Das einzige, was mich ärgert, ist die schiefe Narbe, die jetzt quer über meinen Bauch läuft. Da hätte der Arzt sich auch etwas mehr Mühe geben könne. :)))) Ne, endoskopisch ging nicht mehr. Versucht mal Gewebe in Form und Größe eines Blumenkohles endoskopisch zu entfernen. Keine Chance.
Ihr glaubt gar nicht, wie rasend schnell sich Zysten so vergrößern können. Das ist ein Gucken.
Mit den 5 kg ist mir neu, ich dachte das gilt nur kurz nach der OP. Ich trage weit mehr und habe keinerlei Probleme. Ebenso fürchte ich mich nicht vor Inkontinenz. Als Reiterin habe ich keinerlei Probleme mit der Beckenbodenmuskulatur, ganz im Gegenteil. Selbst wenn ich nicht Reiterin wäre, mein regelmäßiges Sportprogramm schützt mich davor.
Das einzige was derzeit fehlt, ist eben die "Kontrollfunktion" über die Monatsblutung. Aber es gibt natürlich noch andere Anzeichen des Körpers, die darauf hinweisen. Im Moment habe ich eine ganz wilde, konfuse körperliche und seelische Phase.
Ich mache viel Sport, das hilft bei mir am Besten. Ich bin ein sehr bewegungsfreudiger Mensch und kann sehr viel über das Laufen, Reiten, Schwimmen und Mountainbiken kompensieren. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass die Wege wieder frei sind um wieder regelmäßig zu sporteln (fehlt mir derzeit sehr).
Ich habe die familiären Anlagen zu Flüssigkeitsansammlungen und das bereits, seit ich 21 bin. Dank Sport habe ich das sehr gut im Griff, alles andere half im übrigen nicht.
Gewichtszunahmen - mal ehrlich, Gr. 32/34 ist auch nicht sonderlich erstrebenswert. Natürlich für mich, die jetzt Gr. 38 trägt eine gewaltige Umstellung, aber ich bin immer noch im grünen Bereich. Man sagt mir sogar, dass ich endlich gesund aussehen würde. Ich hatte vorher eine BMI zwischen 17 und 18. Klapperdürr also.
Meinen Glauben an Frauenärzte habe ich mittlerweile verloren. Ich habe bereits 10 Gynäkologen in meinem Leben durchgehechelt, ich wechsel nicht mehr. Ich geh nur noch zur obligatorischen Alljahresuntersuchung.
Gelenkschmerzen gehören mit zu den Symptomen, wie Hitzewallungen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Gefühlsschwankungen etc. . Ich hatte gestern mal wieder die volle Ladung. Heute ist es schon besser. Das Gelenkschmerzen bei mir besonders heftig ausfallen, liegt daran, dass ich einige schwere Unfälle mit sehr vielen Frakturen in meinem Leben hatte und genau diese lädierten Knochen schmerzen dann. Wie z.B. bei einem Wetterwechsel oder Rheuma.
Meine generelle Einstellung zu den Wechseljahren ist einfach die: Ich gedenke überhaupt nicht in den Lauf der Natur einzugreifen, weder mit Hormonen noch mit sonst irgendetwas. Die Wechseljahre gehören zum Leben dazu wie alles andere auch. "Dank" der Pharmaindustrie und vielen Frauenärzten, die daran verdienen, ist diese natürliche Sache zu einer Krankheit hochstilisiert worden. Ich bin in der Pubertät (die erste grosse hormonelle Umstellung) auch nicht mit irgendwelchen Mitteln vollgepumpt worden. Da hat man's einfach laufen lassen.
Bei mir fallen sie halt manchmal heftig aus. Manchmal weniger heftig. Auch wenn es oft unangenehm ist, ich will diese sehr wichtige Lebensumstellung ganz bewußt miterleben, mit allen Höhen und Tiefen.
Interessant nicht wahr? Ich klinge heute ganz anders als gestern, wie ich es prophezeit habe. Was die Hormone alles so anrichten können und das in ganz kurzen Zeitabständen. Irgendwie faszinierend, was Mutter Natur so auf Lager hat. Zum Abschluss, heute hab ich mich wieder ganz doll lieb, bin glücklich und die jungen Hühner können mich mal :).
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Mittwoch, 17. Februar 2010
Auf zu neuen Ufern....
Es ist Zeit wieder mal zu schreiben wie es mir gerade so geht. Der Titel sagt ja schon einiges und die Erwartungen sind groß ;-).
Aber ja.....neue Ufer sind in Sicht und eine neue Sichtweise des Lebens. Zum Thema Fitnessstudio kann ich nur sagen, ich habe es nicht bereut wieder Sport zu machen. Es gibt wunderbare Kurse dort und die Trainer sind auch sehr nett. Dieses neue Ufer zu betreten war also durchaus fruchtbar, und es tut mir unheimlich gut einfach wieder unter Leute zu gehen; zu sehen dass ich nicht die einzige bin mit Hosengröße 40 und "Wechseljahresbauch" usw. - das ganze ist jetzt aber gemäßigter als noch vor 7 Jahren - das ist der Unterschied, ich muß mir nichts mehr beweisen.
Das nächste Ufer das ich letzte Woche das erstemal angesteuert habe ist das Chanten ( heilsames Singen ). Das ist ein schon lang gehegter Wunsch von mir - einfach singen. Klar, das kann man auch zu Hause, aber in der Gruppe macht es viiiieeel mehr Spaß. Die Energien flossen nur so und ich bin ganz er.füllt und ganz bei mir selbst angekommen nach Hause gefahren - ein tolles Gefühl.
Ja, so darf es gerne weiter gehen...Fortsetzung folgt........
Aber ja.....neue Ufer sind in Sicht und eine neue Sichtweise des Lebens. Zum Thema Fitnessstudio kann ich nur sagen, ich habe es nicht bereut wieder Sport zu machen. Es gibt wunderbare Kurse dort und die Trainer sind auch sehr nett. Dieses neue Ufer zu betreten war also durchaus fruchtbar, und es tut mir unheimlich gut einfach wieder unter Leute zu gehen; zu sehen dass ich nicht die einzige bin mit Hosengröße 40 und "Wechseljahresbauch" usw. - das ganze ist jetzt aber gemäßigter als noch vor 7 Jahren - das ist der Unterschied, ich muß mir nichts mehr beweisen.
Das nächste Ufer das ich letzte Woche das erstemal angesteuert habe ist das Chanten ( heilsames Singen ). Das ist ein schon lang gehegter Wunsch von mir - einfach singen. Klar, das kann man auch zu Hause, aber in der Gruppe macht es viiiieeel mehr Spaß. Die Energien flossen nur so und ich bin ganz er.füllt und ganz bei mir selbst angekommen nach Hause gefahren - ein tolles Gefühl.
Ja, so darf es gerne weiter gehen...Fortsetzung folgt........
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