Montag, 29. März 2010

Manchmal lohnt es sich den Arzt zu wechseln

Das was ich und mein ehemaliger Hausarzt für Wechseljahresbeschwerden gehalten haben (s. ein Post tiefer), entpuppt sich nach genauerem Hinsehen eines neuen Arztes größtenteils als Schilddrüsenunterfunktion.

Tja, was soll ich dazu sagen?Hier ein interessanter Link, der die Krankheitssymptome bei Schildrüsenunterfunktion aufzählt, ungefähr 90% treffen auf mich zu. Man könnte es glatt mit Wechseljahresbeschwerden verwechseln.

Mein Tipp, Frau ab 40 sollte sich einen jährlichen Basischeck gönnen, dabei wird so etwas entdeckt. Besonders interessant für Frauen, die wie ich eine Hysterektomie hinter sich gebracht und keinerlei "Kontrollfunktion" in Form von Regelblutungen haben. Da kann dann schnell mal aus einer Schilddrüsenunterfunktion Wechseljahresbeschwerden werden.

Beste Grüsse
Doris

6 Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ärzte ;-)
Es ist wirklich gut, möglichst immer 3 voneinander unabhängige Meinungen einzuholen. Mit der präzisen Diagnosestellung ist das wohl nicht immer so einfach.

Herzlicher Gruß
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Habe da vorhin noch was vergessen.
Hier kann man es von dem Arzt selbst lesen, wie er z.B. große Myome laparoskopisch operiert - er holt auch ganze Gebärmütter auf diese Weise raus.

http://www.endogynserver.com/cgi-bin/787/cutecast.pl?session=KJ0j0muZ30iec55Sax0ckSXvWW&action=&forum=3&thread=752&user=&query=&msgid=&page=&sort=&do=&key=&others

Ein Riesenmyom, welches doppelkopfgross über 10 Jahre angewachsen ist, wurde von uns letzte Woche mit Hilfe der Lift-Laparoskopie ohne Längsschnitt operiert.

http://www.klinik-am-zuckerberg.de/sites/0705071402020.html

Herzlicher Gruß nochmal
Sara

Luna hat gesagt…

Liebe Doris, ich habe (u.a.) beides:
Schilddrüsenunterfunktion (aber ganz gut eingestellt) und Wechseljahresbeschwerden wie starke Blutungen (auch durch Myome).
Bin im 54.Lj.
Aber durch gewisse Umstände weigere ich mich bis heute, eine GM-Entfernung vornehmen zu lassen.
Bei mir gäbe es auch noch Gallensteine....
Ich habe eine schlechte WUndheilung.
Und ich denke, ich bin jetzt schon in einem gewissen Alter, da muß doch mal Schluß sein mit dem Ganzen.
Zudem habe ich eine Schlafkrankheit (CFS) und eine chronische rheumatische Bindegewebserkrankung, wo, auch nach 11 Jahren, noch kein Arzt mir eine Diagnose nennen konnte.
Ende April habe ich wieder Rheumaarzttermin und einen Tag später muß ich antreten vor einigen verschiedenen Ärzten der Versicherung wegen Verlängerung meiner Erwerbsunfähigkeitspension.
Es gab im Vorjahr nur einen einzigen schmerzfreien Tag.
Warum überhaupt, weiß ich selber nicht.
So, nun schließe ich meinen "Krankheitsbericht" und grüße Dich herzlich..Luna

die.waschkueche hat gesagt…

@ Luna
Ich wollte nicht den Eindruck einer im Jammertal liegenden Heulsuse vermitteln. Mir ist sehr wohl bewußt, dass meine Beschwerden eher Lappalien sind.

Ich wollte nur mitteilen, wie schnell falsch diagnostiziert werden kann.

Ich bin letztes Jahr gebeten worden, hier meine Erfahrung zu dem Thema mitzuteilen. Ich habe gerne eingewilligt, nicht um mir Frust von der Seele auf Kosten anderer zu schreiben, sondern weil ich dachte, dass sich andere Frauen möglicherweise in meinen Berichten wiederfinden und sich nicht ganz so verloren mit diesem Tabu-Thema fühlen.

Es fällt nicht leicht Gefühle, welcher Art auch immer und sehr persönliche Empfindungen und Gedanken einem weltweiten Publikum mitzuteilen, dass man nicht kennt.

Hiermit enden meine Post zum Thema Wechseljahre, da es sich nach Einnahme von entsprechenden Medikamenten gegen schildrüsenunterfunktion allen Anschein nach bei der Diagnose "Wechseljahre" um eine Fehldiagnose gehandelt hat.

Dir Luna wünsche ich für Deinen Lebensweg Hoffnung, Stärke und Besserung.

Doris

Eliane Zimmermann hat gesagt…

liebe doris,
ich denke, frau kann das ein vom anderen nicht trennen (Mann vielleicht schon). als ich in meiner heilpraktiker-ausbildung ein riesiges poster zu allen hormondrüsen im körper machen musste, kam ein wirrwarr von pfeilen in allen richtungen heraus. wie ein verzotteltes wollknäuel. so wurde mir bewusst, wie eng diese hormönchen doch zusammenhängen. wenn nach der hysterektomie bestimmte hormone fehlen oder ersetzt werden, kommt auch vieles mehr durcheinander. und ersetzen ist immer pauschal, es fehlt das feine adaptionsvermögen von gesunden drüsen, die auf jedes signal der außenwelt reagieren (merh licht, weniger stress, hitze, lust/unlust, bewegung etc). insodern könnte diese schilddrüsen-sache bei dir schon auch mit der zeit des wechsels zusammenhängen, ob "künstlich" durch die op oder "altersbedingt". und wenn nicht: ich würde deine herzerfrischenden texte hier vermissen. egal ob wehwehchen oder schlimmstkrankheiten, schreib ruhig weiter!!!! wir anderen fühlen uns dann nicht so allein. ich habe momentan dermaßene schulterschmerzen, als ob mein zu schwerer rucksack mir die eine seite abgeklemmt hatte. alter, mindere belastbarkeit, flasches tragen oder einfach "nur so", wir werden mit zunehmenden jahren ja auch sensibler für unsere körperteile, das ist auch gut so, und sesibel heißt, den einen oder anderen schmerz anders wahrzunehmen als früher. bleib uns hold! eliane

Friederike hat gesagt…

liebe Doris,
damit ich von dir und auch von euch allen anderen weiterhin regelmäßig lese, habe ich den Blog auf meiner Blogliste verlinkt, so geht ihr mir alle nicht verloren. Und wer so herzerfrischend offen schreibt wie du, der sollte sich hier nicht verabschieden wegen einer Fehldiagnose. Bei mir kommen Wechseljahre und grenzwertige Schilddrüsenunterfunktion zusammen, und das ist eine ärtzliche "Richtig-Diagnose". Vielleicht wartet die ein oder andere Frau bei entsprechenden Beschwerden mit einer gründlichen Untersuchung nicht so lange wie ich - auch dank deines Beitrages.
lieben Gruß, Friederike